Spontane Anfrage aus dem WallisIm Juni 2025 hätte unser WK Technische Hilfeleistung und Rep Team stattgefunden, doch ziemlich spontan kam ein Anruf aus dem Wallis, wobei unsere Zivilschutzorganisation Argantia um Unterstützung gebeten wurde. Am Dienstag, 29. April 2025 wurde die Gemeinde Stalden VS von mehreren Murgängen heimgesucht, nachdem zuvor ein Wasseraustritt in der Nähe des Kraftwerks «Ackersand 1» bereits für Aufregung sorgte. Bei den Murgängen wurden enorme Schäden an privater und öffentlicher Infrastruktur angerichtet, unter anderem auch an der Kantonsstrasse zwischen Visp und Stalden. Die Ortschaft Stalden wird auch «das Brückendorf» genannt. Der Zivilschutz wurde um Hilfe gebeten, besonders oberhalb von Gspon die Fuss- und Wanderwege wieder begehbar sowie eine Strasse wieder aufzuschütten und für Fahrzeuge befahrbar zu machen. Für unseren Kommandanten Tom Weber war der Fall klar, dass dies eine grossartige und einmalige Gelegenheit ist, einen Wiederholungskurs direkt in einem betroffenen Gebiet mit einem Einsatz zu verbinden. Anreise und erster EinsatztagFür die meisten begann der Einsatz am Mittwochmorgen um 7 Uhr beim «KP Stutz» in Lausen, während sich das Kader bereits am Dienstag auf den Weg ins Wallis gemacht hatte, um sich bereits vorgängig ein Bild über den Umfang der Arbeiten vor Ort zu verschaffen. Ein kleiner Trupp fuhr ebenfalls ein paar Stunden früher los mit dem WELAB, um trotz Umweg über die Autobahn via Vevey rechtzeitig in Stalden einzutreffen. Im Verlaufe des Vormittags trafen alle Fahrzeuge mit Besatzung bei der Mehrzweckhalle in Stalden ein, welche unsere Unterkunft – die Zivilschutzanlage St. Michael – beherbergte. Nach dem Ablad des benötigten Materials und Bezug der Schlafplätze ging es auch schon direkt los mit einer kurzen Ansprache unseres Kommandanten, was für die kommenden Tage unsere Aufgabe sein wird. Kurz vor dem Mittag teilten sich die Gruppen schliesslich auf und verschoben mit sämtlichem Material und Verpflegung für den Tag auf den Berg. Mit der Gondelbahn ging es bis Staldenried und weiter auf 1893 m ü. M. bis zur Bergstation Staldenried-Gspon. Nach kurzem Fussmarsch waren die Wanderwege im «Ober Riedjiwald» erreicht und die Arbeiten konnten auf kleinere Trupps aufgeteilt werden. Ein Grossteil der Arbeiten bestand darin, die Wanderwege von Ästen, Steinen und heruntergefallenen Baumstämmen zu befreien, wobei hauptsächlich mit Rechen und Schaufeln, aber auch mit Motorsägen gearbeitet wurde. Langsam ging es gegen den Abend zu und die Trupps sammelten sich wieder für den gemeinsamen Rückweg. Ein traditioneller „Walliserabend“Für unseren Einsatz wollte sich die Gemeinde Staldenried mit einem Abendessen bei uns bedanken und lud uns in die Turnhalle Staldenried ein, wo wir herzlich von freiwilligen Dorfbewohnern und vom Gemeinderat mit Brigger Jürgen empfangen wurden. Nach einer kurzen Rede vom Gemeindepräsidenten wurde uns ein traditionelles Walliser Raclette mit bestem Käse und einer exzellenten, regionalen Weinbegleitung offeriert. Mit der atemberaubenden Aussicht von Staldenried und fantastischem Abendessen neigte sich der Mittwoch langsam dem Ende zu. Die Zivilschützer pflegten die Kameradschaft und genossen den Abend gemeinsam bis zur Nachtruhe, umgeben von den Bergen und bestem Wetter. Schwere Arbeit in schwierigem GeländeAm Donnerstagmorgen – dem heiligsten Feiertag im Wallis, dem Fronleichnam – ging es früh los. Unser Küchenchef sorgte für ein stärkendes Frühstück und gegen 7 Uhr standen wir alle wieder bereit, um unsere Aufgaben für den heutigen Tag zu fassen. Trotz Feiertag wurde uns von der Gemeinde Staldenried bewilligt, unsere Arbeiten auszuführen und den Tag auf dem Berg zu verbringen. Auf dem Programm stand für einige ein Fussmarsch von sportlichen 50 Minuten (so Gemeindemitarbeiter Mischa) ab der Bergstation Staldenried-Gspon, welche sich aber eher als 90 Minuten herausstellten. Ein weiterer Trupp begab sich zu einer abgerutschten Strasse, welche es wieder aufzuschütten gab. Hier wurde zuerst mit Holzstämmen ein Unterbau erstellt, welcher anschliessend mit Schutt und Erde aufgefüllt und verdichtet wurde, glücklicherweise unter Mithilfe eines kleinen Baggers. Die Wanderwege um Gspon führen teilweise auch an historischen Bewässerungskanälen entlang, den sogenannten Suonen, welche meist aus offenen Gräben bestehen und das Wasser von Gebirgsbächen auf die trockenen Weiden und Äcker bringen. Viele Dorfbewohner sind auf diese Wasserversorgung angewiesen, besonders um Gärten, Obstplantagen und Weinberge zu bewässern. Ein Teil dieser Suonen im Gebiet «Zer Giischa – Hoflüe» wurde verschüttet durch Geröll und Erde, oft mit sehr grossen Felsbrocken. Diese galt es von den Hindernissen zu befreien, damit einerseits die Suonen wieder das Wasser in die Region «Bildji» fördern können, aber auch die Wanderwege wieder sicher und passierbar gemacht werden. Das heruntergefallene Gestein bestand aus einer schieferartigen Masse, deshalb wurde hauptsächlich Muskelkraft angewandt mit Spaten, Schaufel und Pickel. Für die grossen Felsbrocken kamen ebenfalls Habegger-Seilzüge wie auch Stockwinden zum Einsatz. Auch der Donnerstagabend liess nicht lange auf sich warten und unser Arbeitstag neigte sich dem Ende zu. Ausgepowert und teils erschöpft traten die Trupps den Heimweg an, uns erwartete ein gemütliches Abendessen von unserem Küchenchef zubereitet im Dorfkern von Stalden. Der letzte Abend vor Ort wurde genossen und zum weiteren Kennenlernen ausgenutzt, schliesslich waren einige Zivilschützer das erste Mal bei einem solchen Einsatz dabei. Abreise und AbschlussarbeitenDer letzte Morgen am Freitag brach an und es war schon eine Aufbruchstimmung spürbar. Während einige ihr Frühstück genossen, packten andere noch ihre letzten Sachen, um pünktlich gegen 7 Uhr mitsamt persönlichem Material vor der Mehrzweckhalle bereit zu stehen. Für einige ging es wieder auf den Berg, um noch die letzten Arbeiten auszuführen und abzuschliessen, zeitgleich blieb ein Teil in der Unterkunft, um beim Aufräumen und Putzen zu helfen.
Das erste Fahrzeug mit Gepäck und Arbeitsmaterial machte sich wieder früh auf den Weg zurück nach Lausen, somit konnte eine Gruppe vor Ort dann bereits mit dem Retablieren der Arbeitsmittel beginnen. Als die Arbeiten auf den Wanderwegen und auch entlang der Suonen abgeschlossen waren, trafen sich alle wieder gegen den frühen Mittag in Stalden. Alles noch vorhandene Material wurde eingeladen und ein Mittagessen für unterwegs wurde uns noch bereitgestellt. Eine Kolonne an Fahrzeugen verliess gegen den Mittag das idyllische Stalden am Fusse des Saastals sowie des Mattertals. Nach einer anstrengenden und staugeplagten Heimreise trafen nach und nach alle im sonnigen und heissen Lausen ein, wo es sämtliches Material und Fahrzeuge noch zu putzen gab,
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Material zum versteigern aus der Zivilschutzorganisation
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